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Weingarten

Hier eine ungarische Sage.

Ein Bauer hatte drei Söhne. Weil der jüngste Sohn als einfältig galt und oft im Aschenwinkel beim Herd saß, wurde er "Aschenbrödel" genannt.

Einmal schickte der Bauer seinen ältesten Sohn in den Weingarten, um die Trauben zu hüten. Der Sohn aß dabei Brot. Als eine Kröte ihn darum bat, ihr ein Stück Brot abzugeben, jagte er sie davon. Danach schlief er ein. Als er wieder aufwachte, war der Weingarten zertreten und zerstampft und die Trauben kaputt.

Am nächsten Tag schickte der Bauer den zweiten Sohn in den Weingarten, aber ihm erging es genauso wie seinem Bruder.

Am dritten Tag schickte der Bauer Aschenbrödel in den Weingarten. Als die Kröte ihn um etwas zu Essen bat, gab er ihr etwas. Als Dank schenkte sie ihm drei Gerten, eine aus Kupfer, Silber und Gold. Sie erklärte ihm, dass er drei Pferde in denselben Farben bekommen würde, die ihm gehorchen würden, wenn er sie nur mit der Gerte berührt. Außerdem wurde der Weingarten wieder normal und es gab eine reiche Ernte.

Am nächsten Sonntag ließ der König eine Tanne vor der Kirche aufstellen. An ihrer Spitze befand sich ein goldener Rosmarin. Der König versprach demjenigen, der diesen mit einem Sprung mit einem Pferd erreichte, seine Tochter zur Frau.

Nachdem viele Ritter und Adlige es vergeblich versucht hatten, kam ein Ritter in kupferfarbener Rüstung mit einem kupferfarbenen Pferd und schaffte es mit Leichtigkeit. Danach verschwand er einfach. Zu Hause sagte Aschenbrödel, er habe es vom Zaun aus gesehen, weswegen sein Vater und seine Brüder diesen abrissen.

In der nächsten Woche wiederholte sich die Sache mit einem goldenen Apfel. Diesmal trug der Ritter eine silberne Rüstung und ritt ein silberfarbenes Pferd. Aschenbrödel sagte zu seinem Vater und seinen Brüdern, dass er es vom Stall aus gesehen hatte. Daraufhin rissen der Vater und die Brüder den Stall ab.

In der nächsten Woche wurde eine noch höhere Tanne aufgestellt und ein goldenes Tuch sollte heruntergeholt werden. Diesmal war ein Ritter mit einer goldenen Rüstung und einem goldenen Pferd erfolgreich, doch als der König ihm gratulieren wollte, war der Ritter verschwunden. Aschenbrödel erzählte zu Hause, dass er es vom Dach aus gesehen hatte, woraufhin seine Familie es abriss.

Der König verkündete, dass er den Ritter suchte, der die Proben bestanden hatte. Schließlich meldete er sich. Es war Aschenbrödel. Da man ihn für einfältig gehalten hatte, wunderten die Leute sich, aber er gefiel der Königstochter, weil er gut aussah, eine goldene Rüstung und ein goldenes Pferd hatte und ihr den Rosmarin, den goldenen Apfel und das goldene Tuch überreichte. Die beiden heirateten.

Aschenbrödel ließ seinen Vater ins Schloss einziehen und ersetzte seinen Brüdern den abgerissenen Stall, das Dach und den Zaun. Nach dem Tod des Königs wurde Aschenbrödel der neue König und regierte so gerecht, dass alle seine Untertanen ihn liebten.

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