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Adventslicht

Adventslicht

Hier eine deutsche Sage.

Östlich von Reischenhart war früher unterhalb des Leitenhanges ein künstlich angelegter Weiher. Der Egger von Reischenhart legte ihn an, weil dort eine Quelle hergegangen ist. In dem Weiher züchtete er Karpfen für die Fastenzeit.

In diesem Wasser hat einem Gerücht zufolge eine junge Magd ihr Neugeborenes ertränkt. Doch genaueres darüber wusste niemand. Nachdem besagte Magd gestorben war, hat jeder, der in der Adventszeit an das Karpfenwasser gekommen ist, ein ziemlich helles Lichtlein sehen können. Es kam aus der Au, wanderte zum Weiher und verschwand mitten auf dem Wasser. Das konnte nur die ruhelos umherirrende Seele der Kindesmörderin gewesen sein.

Viele Jahre lang ist das so zugegangen, bis an einem Advent das Licht ausgeblieben ist. Und seitdem ist es auch nie wieder erschienen.

Das hat Frau Elisabeth Härtl vom Rauscherhof in Reischenhart erzählt und die Schmiedbäuerin von ebendort hat es bekräftigt, denn sie hat dort auf der Auwiese schon dreimal Lichter gesehen.

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