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Oswaldiberg

Hier eine österreichische Sage.

Früher gab es ein Goldbergwerk im Oswaldiberg bei Villach. Dort wurde so viel Gold gefunden, dass auch die Bergknappen reich wurden und sich aus Freude deswegen einen Scherz erlauben wollten.

In der Nähe des Bergwerks wohnte eine alte, fromme Frau in einer Hütte. Sie besaß nichts als eine Kuh. Als Scherz schlachteten die Bergknappen die Kuh, zogen ihr die Haut ab und stopften die leere Kuhhaut mit Stroh aus. Danach stellten sie ihr Werk in den Stall und verschwanden.

Als die Frau nach Hause kam und entdeckte, was mit ihrer Kuh passiert war, weinte und klagte sie über den Verlust ihrer Kuh. Ihre Nachbarn erzählten ihr, wer die Täter waren. Deshalb ließ die Frau sich vom Schmied im Nachbardorf ein Huhn aus Eisen anfertigen und trug das fertige Huhn in den ergiebigsten Stollen des Bergwerks. Dort verfluchte sie das Bergwerk: "So wenig dieses Huhn jemals Eier legt, so wenig soll in diesem Berg Gold gefunden werden." Nach ein paar Tagen zeigte der Fluch Wirkung: Die Bergknappen fanden kein Gold mehr.

Seitdem wurde im Oswaldiberg nie wieder Gold gefunden.

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