ScaryWiki
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Eine junge Familie hatte nach dem Platzen der Immobilienblase 2007 in den USA günstig eines der zu Hunderttausenden leerstehenden Einfamilienhäuser erworben und war dort eingezogen.

Ein Bungalow, nicht unterkellert.

Die beiden Kinder, Zwillinge im Vorschulalter, ein Junge und ein Mädchen, teilten sich ein gemeinsames Zimmer.

Schon bald behaupteten die Kinder, unter dem Bett des Mädchens hause etwas, ein Ding, ein Monster, das Nachts hervorkäme, wenn alle schliefen. Beide hätten sie es gesehen, wie es in der Nacht unterm Bett hervorgekrochen und im Zimmer umhergetappst sei. Aus Angst hätten sie sich schlafend gestellt. Schließlich sei die Kreatur wieder unter dem Bett verschwunden.

Die Eltern inspizierten mehrmals den Raum unter dem Bett des Mädchens, konnten aber nichts Ungewöhnliches entdecken. Was sie jedoch stutzig machte, war, dass in den folgenden Wochen immer wieder Gegenstände - meist Spielzeug - aus dem Zimmer der Kinder verschwanden und nicht mehr aufzufinden waren.

Eines Tages, als die Kinder wieder einmal vom Auftauchen des Monsters in der Nacht zuvor berichtet hatten, fand die Mutter auf dem Fußboden im Zimmer der Kinder Spuren nackter Füße, die weder von den Kindern noch von einem der Elternteile stammen konnten.

Da der Verdacht nahelag, ein Fremder sei nachts unbefugt ins Haus eingedrungen, verständigten die Eltern die zuständigen Polizeibehörden. Die Beamten kontrollierten sämtliche Zugänge zum Haus, konnten jedoch nirgends Spuren eines Einbruchs entdecken. Bei der Befragung der Kinder erwähnten diese schließlich das Monster unter dem Bett des Mädchens. Die Beamten rückten das Bett zur Seite und untersuchten den Parkettboden darunter. Dabei stießen sie auf eine Art Falltür, die so in den Boden eigelassen war, dass sie mit bloßem Auge praktisch nicht zu erkennen war. Unter der Öffnung, die gerade groß genug war, dass ein schlanker Erwachsener sich hindurchzwängen konnte, führte ein Schacht mehrere Meter senkrecht hinab in die Tiefe. Der Schacht mündete in einen ausgetrockneten Seitentunnel des städtischen Kanalisationsnetzes. Hier stießen die Ermittler auf Abfälle und andere Hinterlassenschaften, die darauf hindeuteten, dass offenbar Menschen hier unten gelebt hatten oder womöglich noch lebten. Mutmaßlich Obdachlose, die sich in die Kanalisation zurückgezogen hatten, sogenannte mole people, Maulwurf- oder Tunnelmenschen. Nebst anderen Dingen fanden sich auch einige der aus dem Zimmer der Kinder verschwundenen Spielsachen.

Der Schachtausgang wurde daraufhin zugemauert und ein neuer Parkettboden verlegt. Wozu der Schacht überhaupt angelegt worden war, blieb ungeklärt, da die ursprünglichen Hausbesitzer nicht mehr auffindbar waren. Möglicherweise diente er als geheimer Fluchtweg. Ebenso wenig konnte ermittelt werden, wer oder was tatsächlich nachts durch den Schacht und die Luke im Parkett ins Kinderzimmer eingedrungen war.

Die Fußabdrücke, die die Mutter im Kinderzimmer entdeckt hatte, hatten vage menschlich gewirkt. Ob sie von einem Tunnelmenschen stammten - ob sie überhaupt von einem Menschen stammten - ließ sich im Nachhinein nicht mehr eindeutig feststellen. Falls ja, hatte der oder die Betreffende allerdings offenbar schon seit langem nicht mehr die Fußnägel geschnitten. - Neben den Abdrücken soll der Parkettboden deutlich sichtbare Kratzspuren aufgewiesen haben. Wie von den Krallen eines Raubtiers.

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