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Gespenst Teufel

Das Gespenst

Hier eine deutsche Sage.

Am 1. Weihnachtstag 1867 war der Pastor von Hohen-Bünsow beruflich unterwegs. Als es am Abend dunkel wurde, waren die Frau und die Tochter des Pfarrers mit Singen und Beten beschäftigt. Auf einmal erschien ein Gespenst an der Stubentür. Es bellte mal wie ein Hund, schrie wie ein Ziegenbock, kratzte an der Tür und riss gewaltsam an ihr, um sie zu öffnen. Obwohl die Frau und ihre Tochter lange weiter beteten, blieb das Gespenst lange dort. Dann fasste die Tochter Mut und kam zur Tür, wobei sie laut rief: "Du Teufel, du höllische Schlange, des Weibes Saamen soll dir den Kopf zertreten!"

Das Gespenst näherte sich nun der Küchentür. Die Magd des Pastors warf zwei Stücke Holz nach ihm, welche so liegen blieben, dass sie wie ein Kreuz aussahen. Das Gespenst verschwand plötzlich durch die verschlossene Haustür und ließ einen schrecklichen Gestank hinter sich. Da es einen langen Schwanz und einen großen Pferdefuß hatte, wurde vermerkt, dass es der Teufel selbst gewesen sein musste.

Das Gespenst wurde nie wieder gesehen.

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