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Schloss Celle

Hier eine deutsche Sage.

Ein Herzog auf dem Schloss Celle hatte viele Kinder. Spielten diese auf dem Rasen vor dem Schloss, kam oft ein kleines Männlein mit einem prächtigen Samtkleid und einem Hut mit wallenden, weißen Federn zu ihnen, schlug ihnen Spiele vor und spielte auch gerne selbst mit. Allerdings verschwand es, wenn ein Erwachsener sich sehen ließ, und niemand wusste, woher es gekommen und wohin es verschwunden war. Außerdem half das Männlein der Köchin in der Küche, wofür es auch etwas zu essen von ihr bekam.

Die Köchin aber war neugierig und wollte wissen, woher das Männlein kam. Deshalb quälte sie es so lange mit Fragen, bis das Heinzelmännchen sagte, dass sie um 12 Uhr Mittags ins Gewölbe kommen und in eine dort stehende Wiege schauen sollte. Die Köchin kam also ins Gewölbe und sah einen großen Vorhang vor sich. Sie schlug ihn zurück und sah die Wiege, von der das Heinzelmännchen ihr erzählt hatte. Darin lag ein neugeborenes Baby mit einer goldenen Krone auf dem Kopf und einem blutigen Dolch im Herzen. Vor Schreck fiel die Köchin in Ohnmacht. Als sie wieder zu sich kam, befand sie sich in ihrer Küche und das Heinzelmännchen versucht, sie wieder zur Besinnung zu bringen.

Danach ließ das Heinzelmännchen sich nie wieder blicken. Später aber kam ein Maler ins Schloss. Als Andenken ließ der Herzog ihn aus dem Gedächtnis seiner Kinder ein Porträt vom Heinzelmännchen malen, das sich immer noch im Schloss befinden soll.

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