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Waldhorn

Waldhorn

Hier eine deutsche Sage.

In einem Herrenhaus in Gahlkow spukt es schon lange. Besonders in stillen Nächten ist Nachts oft ein Waldhorn zu hören, das die Melodie des Kirchenlieds "Herr, an dir hab' ich gesündigt!" bläst. Meistens hört man dies nur auf dem Dachboden, aber manchmal durchs ganze Haus.

Man erzählt sich, dass einmal jemand in dem Haus wohnte, der ein sehr ausschweifendes Leben führte. Als er eines Abends mit seinem Kutscher nach Hause kam, stand eine schöne Frau dort, mit der er gleich ins Gespräch kam. Das Gespräch verlief sehr freundlich und der Herr bekam Verlangen nach der Frau. Der Kutscher sah aber, dass die Frau der Teufel war, der auf diese Weise die Seele des Herrn holen wollte, denn sie hatte ein Hühnerbein und einen Pferdefuß. Der Kutscher segnete und bekreuzigte sich und rief seinem Herrn eine Warnung zu. Auch dieser erkannte den Teufel und kam vor Schreck kaum zurück in die Kutsche. Höhnisch lachte der Teufel ihm nach. Nun ließ er ihm keine Ruhe mehr.

Der einzige Trost des Gutsherrn war, wenn er auf seinem Waldhorn die Melodie des Kirchenliedes "Herr, an dir hab' ich gesündigt!" blasen konnte. Seitdem soll man das Lied jede Nacht hören, weil er es auch nach seinem Tod noch blasen muss.

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