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Unterirdisches Wasser

Hier eine deutsche Sage.

Das Dorf Rothemühle liegt in der Nähe von Pasewalk und früher stand dort eine schöne Mühle. Der Name des Dorfes kommt daher, dass Räuber die Bewohner der Mühle überfielen und erschlugen, wobei sehr viel Blut floss. Obwohl ein neuer Müller die Mühle übernahm, wollte dort bald niemand mehr wohnen, da ein Poltergeist in ihr hauste und die Menschen nicht in Ruhe ließ. Die Mühle verfiel, aber der Poltergeist blieb. Er trieb den Bach, an dem die Mühle stand, fast ganz in die Hügel hinein, sodass nur noch wenig Wasser über der Erde blieb und der Bach im Sommer ganz trocken war. Seitdem treibt der Geist sein Unwesen und poltert im Inneren der Hügel unter dem Dorf. Mal klingt es wie eine Münze, mal klingt es so, als ob das Dorf auf einer Brücke steht, jedoch klingt es für jeden Menschen so, als käme es unter seinen Füßen her.

Einige Menschen glauben, dass ein unterirdischer Tropffall das Klopfen erzeugt, aber dazu ist es viel zu laut und langsam. Außerdem ist es manchmal viele Tage lang gar nicht zu hören. Andere halten ein unterirdisches Feuer für die Ursache, doch dann hätte das Dorf schon längst verbrennen müssen. Der Poltergeist spielt zum Zeitvertreib mit Wasser. Einige Leute sagen, dass es der Geist eines Försters sei, der zur Strafe, weil er hart zu armen Holzfällern war und ihnen ihre Äxte abgepfändet hatte, als Poltergeist umgehen muss.

In einem Krieg soll ein russischer Offizier nach Rothemühle gekommen sein und gesagt haben, dass sein Vater eine Kriegskasse vergraben haben soll, allerdings fand der Offizier nichts von dem Geld.

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