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Kirche in Julin

Kirche in Julin

Hier eine deutsche Sage.

Der fromme Bischof Bernard wollte die Pommern zum Christentum bekehren, da diese Heiden waren. Er ging zu einem polnischen Herzog, der über große Teile von Pommern regierte. Dieser gab ihm Dolmetscher mit und erlaubte ihm, sein Glück zu versuchen. Dies war im Jahr 1122.

Bernard und die Dolmetscher zogen nach Julin, weil diese Stadt sehr vornehm war, und begann zu predigen. Allerdings war er arm gekleidet und aß nur wenige und trockene Speisen, sodass er aussah wie ein Bettler. Er sagte zwar, dass er ein Diener des einzigen und wahren Gottes sei, des Schöpfers des Himmels und der Erden, von dem alle Macht und aller Reichtum komme, aber die Juliner hielten ihn für einen Bettler, der ihnen nur ihr Geld abschwatzen wollte, und schickten ihn weg. Bernard sprach über geistlichen Reichtum und das Reich Gottes. Er forderte die Menschen heraus: Sie sollten ihn in ein altes Haus setzen und es anzünden. Wenn er nicht verbrennen würde, dann sei das ein Beweis für Gott. Daraufhin hielten einige Menschen ihn für verrückt, andere für suizidgefährdet und wieder andere meinten, dass er aus Rache für seine Abweisung wollte, dass die ganze Stadt verbrennen würde. Sie lachten ihn aus und geboten ihm, zu gehen, damit er ihre Götter nicht beleidige.

Nun schlug Bernard mit einer Axt ein Götzenbild kaputt. Daraufhin verprügelten die Juliner ihn. Sie hätten ihn auch getötet, wussten aber, dass es den Preußen sehr schlecht ergangen war, nachdem sie den heiligen Adalbert getötet hatten. Also setzten sie ihn ein Schiff, ließen ihn wegfahren und sagten, er solle den Fischen predigen.

Bernard sah ein, dass er nichts mehr tun konnte, und erzählte dem Herzog alles. Daraufhin berichtete er dem Heiligen Otto von Bamberg alles und sagte, dass jemand, der den Pommern predigen wollte, mit Reichtum kommen sollte. Bei seiner Reise merkte Otto sich das.

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