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Brickegickel

Hahn

Diese deutsche Sage stammt aus Frankfurt am Main und ähnelt der von der Teufelsschlucht im Kanton Uri.

In der Mitte der Sachsenhäuser Brücke sind zwei Bögen oben zum Teil nur mit Holz zugelegt, damit dies in Kriegszeiten weggenommen und die Verbindung leicht, ohne etwas zu sprengen, entfernt werden kann. Davon gibt es folgende Sage: Der Baumeister hatte sich verbindlich gemacht, die Brücke bis zu einer bestimmten Zeit zu vollenden. Als diese herannahte, sah er, dass es unmöglich war, und als nur noch zwei Tage übrig waren, rief er in der Angst den Teufel an und bat um seinen Beistand. Der Teufel erschien und bot den Menschen an, die Brücke in der letzten Nacht fertig zu bauen, wenn ihm der Baumeister dafür das erste lebendige Wesen, das darüber ging, überliefern wollte. Der Vertrag wurde geschlossen und der Teufel baute in der letzten Nacht, ohne dass jemand es sah. Als nun der erste Morgen anbrach, kam der Baumeister und trieb einen Hahn über die Brücke vor sich her, sodass der Teufel dessen Seele bekam. Weil er eine menschliche Seele gewollt hatte, wurde er wütend und zerriss den Hahn. Er warf ihn durch die Brücke, wovon die zwei Löcher entstanden sein sollen, die bis heute nicht zugemauert werden können, weil alles in der Nacht wieder zusammenfällt, was tagsüber daran gearbeitet wurde. Ein goldener Hahn auf einer Eisenstange steht immer noch zum Wahrzeichen auf der Brücke.

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