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Burg Sooneck

Burg Sooneck

Hier eine deutsche Sage.

Zwischen den Burgherren der Burgen Sooneck und Fürstenberg herrschte ein Streit. Siebold von Sooneck war sehr empfindlich, weil Hans Veit von Fürstenberg anders als er sehr berühmt war und wollte es ihm zeigen. Deshalb forderte er den Meisterschützen zu einem Kampf mit blanken Waffen heraus. Da Siebold sehr stark war, besiegte er seinen Gegner. Hans Veit dachte, dass er sterben müsste, aber Siebold ließ ihm die Augen ausstechen und verhöhnte ihn.

Hans Veit wurde im Kerker gesund gepflegt, aber Siebold hasste ihn immer noch. Einige Monate später gab er ein großes Fest und kündigte um Mitternacht den Höhepunkt des Abends an. Zwei Knechte brachten den blinden ehemaligen Meisterschützen Hans Veit herein. Siebold sprach ihn höhnisch an und bot ihm die Freiheit an, wenn Hans Veit es schaffen sollte, einen goldenen Becher mit seiner Armbrust kaputtzuschießen. Hans lud seine Armbrust und zielte. Siebold brüllte und warf den goldenen Becher hoch. Im gleichen Moment traf die Armbrust ihn in den Hals und er fiel um und verblutete. Vor Angst rannten alle Gäste davon. Hans Veit aber weinte aus seinen leeren Augenhöhlen. Niemand wusste, ob aus Stolz oder weil er nicht mehr schießen konnte.

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