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Fleischerbeil Greifswald

Fleischerbeil

Hier eine deutsche Sage.

Im Jahr 1451 lebte ein Knochenhauer, also ein Fleischer, in Greifswald. Er hatte viele kleine Kinder, darunter einen vier- und einen dreijährigen Sohn, die oft gesehen hatten, wie ihr Vater des Vieh schlachtete. Sie spielten zusammen, wobei der Ältere zum Jüngeren sagte, dass er hinsetzen solle und er den Ochsen schlachten wolle. Dies tat der jüngere Bruder und der ältere stieß ihn mit der Faust um. Einmal waren die Kinder alleine und der ältere meinte, dass die Faust kaum spürbar war. Deshalb nahm er ein Beil und schlug den jüngeren vor den Kopf, woran dieser starb.

Die Eltern waren sehr traurig. Der Rat aber wollte das Kind für den Mord hinrichten lassen. Dazu sagten die Eltern, dass ihr Herz es nicht aushalten könne, auch noch ihr anderes Kind zu verlieren. Der Rat beschloss, zu prüfen, ob das Kind die Gefahr versteht, in die es seinen Bruder gebracht hatte, und die Leute sagten, es solle sich setzen, man wolle den Ochsen schlachten, so wie das Kind es mit seinem Bruder getan hatte. Das Kind verstand nichts Böses und setzte sich hin. Daraufhin ließ man es am Leben.

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