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Feld bei Kleptow

Feld bei Kleptow

Hier eine deutsche Sage.

Nahe des Dorfes Kleptow liegt ein großer Stein auf einem Feld, der als Riesenstein bezeichnet wird. Laut einer Sage standen in seiner Nähe zwei Felsen. Im einen wohnte ein Riese, im anderen eine Menge Berggeister, die mit dem Riesen verfeindet waren. Oft spielten sie sich gegenseitig fiese Streiche. Einmal erzeugten die Berggeister ein Erdbeben unter dem Felsen des Riesen. Der Felsen wurde dabei zertrümmert. Bald darauf feierten die Berggeister ein Fest. Der Riese sah eine gute Gelegenheit zur Rache. Er nahm ein großes Stück des zertrümmerten Felsens und warf es nach dem Felsen der Berggeister, sodass der Teil, in dem sie feierten, zerschmettert wurde. Dabei wurden eine Menge Berggeister, sogar ihr König, erschlagen, der nach einigen Tagen mit großer Trauermusik beerdigt wurde.

Die Berggeister schworen, den Riesen zu töten, und bald hatten sie die Gelegenheit. Der Riese war nämlich in die schöne Tochter eines Bauern in der Gegend verliebt und wollte sie heiraten. Ihr Vater erlaubte die Hochzeit nicht und so entführte der Riese die Tochter. Nun bat der Vater die Berggeister um Hilfe. Als der Riese einmal auf einem Feld einen Mittagsschlaf hielt, nahmen sie ein großes Stück ihres kaputten Felsens, hielten es über den Riesen und ließen es auf ihn fallen, sodass er davon zerdrückt wurde und qualvoll starb. Dieser Felsen ist der Riesenstein bei Kleptow. Darin sollen noch Spuren vom Gesicht des Riesen zu sehen sein, die sich beim Herunterfallen darauf eingedrückt haben.

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