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Schäferstein

Schäferstein

Hier eine deutsche Sage.

Der Schäferstein ist ein kolossaler Granitblock mit einem Umfang von fast 17 Metern und befindet sich an einem Heidehügel zwischen den Dörfern Lübbow und Teplingen. Laut der Sage entstand er so:

Als das Christentum noch keine Wurzeln im Wendland gefasst hatte, lebte ein heidnischer Schäfer in der Gegend. Er verliebte sich in ein Sachsenmädchen, das ihn auch liebte. Allerdings war das Sachsenmädchen, das Marie hieß, Christin. In einem Eichenwald in der Nähe wohnte ein alter Einsiedler, der nur Gott lebte und auf die Ausbreitung seines Glaubens hinwirkte. Marie besuchte ihn, um sich Rat bei ihm zu holen. Er sollte den Schäfer bekehren, was ihm auch gelang. Der Einsiedler taufte den Schäfer, aber kurz darauf bekam er Probleme. Ein Schaf aus seiner Herde nach dem anderen wurde krank und starb daran. Der Schäfer kehrte daraufhin zu seinem alten Glauben zurück, da er dies für eine Strafe der heidnischen Götter hielt. Marie zog sich von ihm zurück. Nun gab der Schäfer dem Einsiedler die Schuld an seinem Unglück und erschlug ihn eines Abends. Voller Angst lief er weg. Unterwegs aber kam er in ein Gewitter. Als er gerade den großen Stein erreichte, schlug ein Blitz ein. Der Stein hob sich, der Schäfer fiel in den Abgrund, über den sich dann der Stein wieder senkte. Ein Einwohner von Lübbow sah dies und erzählte den Leuten davon. Deshalb heißt der Stein Schäferstein.

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