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Kreuzburg

Wappen von Kreuzburg

Hier eine russische Sage.

In der Nähe von Kreuzburg (Slawskoje) stand einst ein Schloss der Deutschen, von dem nur noch Trümmer übrig sind. Dort wandelt eine weiße Jungfrau und hofft darauf, erlöst zu werden. Unter den Trümmern gibt es verborgene Schätze.

Einmal spielten arme Kinder in den Trümmern. Sie trafen dabei die weiße Jungfrau, die ihnen ihre Mützen mit Gold füllte. Die Kinder jubelten und brachten das Gold mit nach Hause. Die Eltern der Kinder waren glücklich und freuten über das Gold. Andere Kinder waren neidisch und suchten die weiße Jungfrau, weil sie auch Gold haben wollten, doch sie fanden nur Kröten und Unken.

Eines Abends hatten die Schuhmacher ihren Jahrestag gefeiert und sich betrunken. Zwei Gesellen wollten die weiße Jungfrau besuchen und gingen zu den Trümmern. Dort fanden sie auch die Jungfrau und baten sie um etwas Geld. Sie hielten ihre Schurzfelle auf und die weiße Jungfrau füllte diese.

Als die Gesellen mit der Gabe bei den anderen Schuhmachern ankamen, stellte sich heraus, dass sie faules Holz, Frösche, Kröten und Molche bekommen hatten, welche umherkrochen und ins Bier und ins Goldwasser hüpften. Die anderen Schuhmacher hielten es für einen schlechten Scherz der Gesellen und verprügelten sie.

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