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Swine

Die Swine

Hier eine deutsche Sage.

Auf dem Strand zwischen der Swine und der Dievenow waren schon oft wunderliche Gestalten zu sehen. Um das Jahr 1500 bekam ein Kanzler ein Amt und musste oft über die Swine. Einmal fuhr er Nachts zurück, wobei es plötzlich so dunkel wurde, dass nicht mal mehr die Sterne zu sehen waren und der Kanzler nicht mehr wusste, wo er war. Da rief eine Stimme: "Hierher! Hierher!", doch der Kanzler verbot seinen Dienern, der Stimme zu folgen, denn er wusste, dass Nachts viel Teufelsgetier unterwegs ist. Er befahl ihnen, weiter zu fahren. Als sie die Stimme ignorierten, kam ein nackter Mann, der nur einen feurigen Mantel umhängen hatte und hielt sich an der Lehne der Kutsche fest und lief neben ihr her. Dabei sagte er nichts und schaute nur den Kanzler heftig an. Manchmal schlug er seinen Mantel auseinander und man konnte in ihn hineinsehen. Er sah aus, als sei alles in ihm aus höllischem Feuer. Das Gespenst wurde immer größer und reichte zuletzt mi dem Kopf bis an den Himmel. Schließlich ließ es die Kutsche los und große Flammen kamen aus seinem Mantel. Das Gespenst grunzte und verschwand. Der Kanzler und seine Diener brauchten lange, um den Schreck zu überwinden. Ein Hund versteckte sich zwischen den Rädern und heulte und winselte, als hätte er Todesangst. Man sagte, Gott wolle den Kanzler damit bekehren, weil er nicht an das Fegefeuer glaubte. Andere hielten es für eine Warnung, weil der Kanzler untreu war.

Ein Edelmann hatte ein ähnliches Abenteuer, nur begegnete ihm eine Feuerkugel. Außerdem fiel ein Junge vor Schreck unter den Wagen und konnte gerade noch rechtzeitig rufen, als die Knechte nach der Feuerkugel stechen wollten. Sonst hätten ihre Angriffe ihn getroffen. Für den Edelmann soll das eine Strafe gewesen sein, weil er fluchte und bei Wut seinen Mitmenschen Unglück wünschte.

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