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Die zum Andenken an den Kampf gegen einen Lindwurm gebaute Kirche St. Jürgen

Hier eine deutsche Sage.

Auf den drei Bergen Blocksberg, Jabsberg und Lindberg zwischen Neubrandenburg und Stavenhagen lebten Lindwürmer, die, wenn sie still am Boden lagen, an umgeschlagene Tannen erinnerten.

Einmal fuhr eine Kutsche die Straße entlang. Dabei überfuhr der Kutscher einen jungen Lindwurm, der schlafend quer über dem Weg lag. Der Kutscher hielt ihn für einen Stock und erkannte seinen Irrtum erst, als er den Todesschrei des Lindwurms hörte. Er fuhr so schnell wie möglich weg.

Auch ein erwachsener Lindwurm hörte den Schrei und fand sein totes Junges. In seiner Wut griff er den nächsten Wagen an. Der Knecht merkte es und trieb seine Pferde zum Galopp an. Unterwegs verlor er den Spannnagel. Der Hinterwagen mit dem Stroh blieb stehen. Der Vorderwagen fuhr umso schneller weiter. Der Knecht entkam, der Lindwurm suchte im Stroh vergeblich den Mörder seines Kindes. Aber er jagte den Knecht weiter, weil er niemanden fand. Er biss sich selbst in den Schwanz und rollte sich zu einem Rad, damit er schneller war.

Im letzten Moment erreichte der Knecht ein Tor, das schnell geschlossen wurde. Da der Lindwurm draußen liegen blieb, traute niemand sich aus der Stadt heraus. Zu dieser Zeit war ein Prinz, der Ritter St. Georg, in der Stadt. Er beschloss, den Lindwurm anzugreifen. Es gelang ihm, dem Tier den Schwanz abzuhacken. Da die Stärke des Lindwurms aus seinem Schwanz kam, starb dieser.

Zum Andenken wurde an der Stelle, an welcher der Lindwurm gelegen hatte, die Kirche St. Jürgen gebaut. Jürgen ist die norddeutsche Variante von Georg. Früher soll sich eine große Darstellung des Kampfes über dem Altar befunden haben, aber sie wurde entfernt.

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