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Räuberhöhle Schmölle

Räuberhöhle

Hier eine deutsche Sage.

Nahe des Dorfes Schmölle gibt es eine große Höhle namens Räuberhöhle. Dort hatte der Räuber Hans von Ramin seinen Schlupfwinkel. Er und seine Genossen versteckten dort ihre Schätze. Hans hatte einen Bruder in Schmölle, der genauso gottlos war wie er und einmal ein adliges Fräulein entführte und mit ihr in die Höhle flüchtete. Dort wollte er sie vergewaltigen, aber sie wehrte sich und er ließ sie köpfen.

Noch lange ging der Geist des Fräuleins um die Räuberhöhle herum. Einmal traf ein Schäfer den Geist: Eine ganz schwarz gekleidete Jungfrau, die am Eingange der Höhle stand und ihm winkte, zu ihr zu kommen. Zuerst hatte der Schäfer Angst, ging dann aber doch zu ihr und in die Höhle, in der viele Schätze fand. Die Jungfrau erlaubte ihm, mitzunehmen, so viel er wollte und jeden Tag zur selben Zeit wiederzukommen. Dann verschwand sie. Der Schäfer wurde reich. Seitdem hat man die Jungfrau nicht mehr gesehen, soll sie aber am Johannistag noch leise klagen hören.

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