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Briefmarke Rose von Turaida

Die "Rose von Turaida" auf einer Briefmarke

Hier eine alte Sage aus Lettland.

Die Rose von Turaida war ein Mädchen namens Maja (oder Maija oder Mai Rose), das auf der Burg Turaida in Lettland lebte und wegen ihrer Schönheit als "Rose von Turaida" bezeichnet wurde. Maja liebte Viktor, den Sohn eines Gärtners der Burg Turaida. Maja und Viktor wollten im Herbst 1620 heiraten.

Kurz vor der geplanten Hochzeit bekam Maja einen Brief von ihrem Verlobten, der sie um ein Treffen an der Gutmannshöhle bat. Die Gutmannshöhle war der normale Treffpunkt der beiden. Dort lauerte ein polnischer Adliger ihr auf und wollte sie vergewaltigen. Maja versuchte, ihn mit ihrem Halstuch zu bestechen, das angeblich seinen Träger unverwundbar machte, und forderte ihn dazu auf, die Wirkung des Halstuchs an ihr auszuprobieren. Der Adlige tat es und schlug sie mit einem Beil tot.

Abends kam Viktor zur Gutmannshöhle, fand die tote Maja und beerdigte sie bei der Burg Turaida. Zunächst wurde er verdächtigt, Maja ermordet zu haben, aber ein Zeuge kam ihm zu Hilfe: Er erklärte, wer der wirkliche Mörder war und dass dieser sich inzwischen erhängt hatte.

Viktor pflanzte eine Linde auf Majas Grab. Heute ist das Grab ein beliebter Wallfahrtsort für frisch Verheiratete.

Auf Majas Halstuch war eingestickt:

"Lass' des Mutes Fahne wehen,
Wenn den Stab dein Schicksal bricht!
Lass' dein Leben untergehen,
Aber deine Ehre nicht!"

AnmerkungBearbeiten

Die Rose von Turaida hat tatsächlich gelebt und auch die Gutmannshöhle gibt es wirklich.

GalerieBearbeiten

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