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Kegelbahn

Kegelbahn

Hier eine österreichische Urbane Legende.

Folgende Geschichte erzählte mir mein Opa, ich weiß jedoch nicht, ob sie wirklich wahr ist oder nur in der Fantasie meines Opas so passiert ist.

In der Nachkriegszeit war vieles nicht mehr so wie früher, durch den Krieg war vieles zerstört worden. Darum war es notwendig, dass z.B. der Steinboden in der Kirche neu gelegt werden musste, wobei mein Opa mithalf. Aber auch die Gebeine der Toten, die vorher nur achtlos in die Katakomben geworfen wurden, mussten nun "platzsparend geschlichtet" werden. Da man zu dieser Zeit bei der Arbeit nicht wählerisch sein durfte, meldete sich mein Opa auch hierfür. Er und seine "Arbeitskollegen" machten sich also an die Arbeit, die sich über Wochen hinziehen sollte. Doch nur zum Arbeiten waren sie nicht geboren. Dem Alkoholgenuss nicht ganz abgeneigt, suchten sie sich einen Zeitvertreib aus den vorhandenen Mitteln. Was bot sich also besser an als eine Kegelbahn?

Gesagt - getan. Die Oberschenkelknochen der armen Seelen wurden zu Kegeln umfunktioniert und die Schädel zu Kugeln. Bei einigen Schädeln wurde sogar etwas nachgeholfen, da die Rundungen nicht ganz den Vorstellungen der damals jungen Männer entsprach. "Gekegelt" wurde natürlich nur heimlich, denn der Herr Pfarrer wäre auf keinen Fall mit dem Pausenspiel einverstanden gewesen.

Wie gesagt, ich weiß nicht, ob mein Opa mir hier wirklich einen Schwank aus seinem Leben erzählt hat oder ob es nur reine Fantasie eines alten Mannes war.

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