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Kasane

Kasane

Kasane ist ein Yōkai, also ein japanischer Geist, Monster oder Dämon. Ihr Name hängt mit dem eines Mädchens zusammen und bedeutet etwas mit "sich überschneiden".

Ursprünglich war Kasane ein Stiefkind eines Bauern, dessen leibliches Kind das Stiefkind hasste und es deswegen ins Wasser stieß, wo es ertrank, weil es nicht schwimmen konnte. Im nächsten Jahr brachte die Stiefmutter ein Kind zur Welt, von dem man glaubte, das tote Stiefkind sei wiedergeboren wurde. Deswegen wurde das Kind Kasane genannt.

Kasanes Eltern starben, als sie noch jung war. Danach wurde sie sehr krank, aber ein Fremder pflegte sie gesund. Aus Dankbarkeit bot Kasane ihm an, ihn zu heiraten, sodass er der Erbe ihres Vaters werden würde. Der Fremde fand Kasane sehr hässlich, heiratete sie aber trotzdem, weil er das Erbe haben wollte.

Sie waren noch nicht lange verheiratet, als ihr Ehemann genug von Kasanes Hässlichkeit hatte. Er ging mit ihr Bohnen pflücken und ließ sie alle Bohnen alleine tragen, sodass sie nur schwer laufen konnte. Als sie über eine Brücke mussten, stieß er Kasane ins Wasser, sprang hinterher und trat und würgte sie, bis sie sich nicht mehr bewegen konnte und starb. Es gab mehrere Zeugen, aber wegen Kasanes Hässlichkeit half ihr niemand.

Der Witwer lebte von da an auf Kasanes Grundstück und heiratete erneut, doch seine neue Ehefrau verstarb nach nur kurzer Zeit. Vier folgenden Ehefrauen erging es genauso. Die nächste Ehefrau lebte lange genug, um eine Tochter namens Kiku zur Welt zu bringen. Als Kiku 13 Jahre alt war, starb ihre Mutter. Ihr Vater verheiratete Kiku. Plötzlich fiel Kiku schwer krank zu Boden und rief, sie könne den Schmerz nicht mehr ertragen. Sie bat um Hilfe. Eine andere Stimme aus ihrem Körper sagte, dass sie Kasane war, welche aus Rache die Ehefrauen ihres Witwers und Kiku verflucht hatte.

Der Mann stritt seine Tat ab, aber Kasane quälte ihn und andere Menschen so lange, bis er seine Tat doch zugab. Kasane veröffentlichte daraufhin die Sünden aller Dorfbewohner und verlangte als Entschädigung einen Steinbuddha zu ihrer Ehre. Doch die Dorfbewohner konnten diesen nicht bezahlen, weswegen Kiku ohnmächtig wurde.

Ein Priester wollte helfen. Seine Gebete und Lieder halfen nicht. Dann zwang der Priester Kiku dazu, zu beten. Plötzlich verließ Kasanes Geist ihren Körper und Kiku war gerettet. Danach wollte der Priester abreisen, aber Kasane besetzte Kiku erneut. Doch dann gelang es dem Priester, den Namen des ersten, ermordeten Kindes von Kikus Vater herauszufinden. Er schrieb den Namen auf einen Altar und der Geist verließ Kiku und wurde nie wieder gesehen. Kiku heiratete und wurde glücklich.

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