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Kaze no kami

Kaze no kami ist ein Yōkai, also ein japanischer Geist, Dämon oder Monster. Sein Name bedeutet "Windgeist". Außerdem gibt sein Name ein Wortspiel ab: "Kaze" bedeutet "böser Wind" und "Kaze ni au" bedeutet "dem Wind begegnen", ein Synonym für Pech haben oder plötzlich krank werden.

Kaze no kami sind formlose, unsichtbare, böse Geister, die zu den Yakubyō gami gehören und auf Gemälden meistens wie alte, kranke, affenähnliche Dämonen mit zerrissenem Lendenschurz aussehen. Durch Wind und Krankheiten fügen sie den Menschen Leid zu.

Kaze no kami reisen mit dem Wind von Ort zu Ort. Durch kleine Risse und Spalten gelangen sie in Häuser und spüren die Temperaturunterschiede. Wenn sie Menschen begegnen, atmen sie feuchten, gelben Atem aus, der die Menschen krank macht, die Kontakt zu ihm haben. Des Weiteren steuern sie auch den Wind, weswegen Menschen, die beruflich mit dem Wind zu tun haben, wie Landwirte und Fischer, Angst vor ihnen haben und Kaze no kami zum Teil sogar wie Götter angebetet werden, um sie nicht wütend zu machen.

Der gelbe Atem des Kaze no kami könnte eine Darstellung des gelben Staubs sein, der besonders zum Frühlingsanfang auf Japan fällt. Er entsteht dadurch, dass die Winderosion Schlamm und Schlick aus einem Gebiet in China mitnimmt, woraus der gelbe Staub entsteht. Er führt zu Atemproblemen und kann in großen Mengen den Himmel verdunkeln. Zusammen mit dem feuchten Wind und den Temperaturschwankungen im Frühjahr führt dies oft dazu, dass Menschen sich krank fühlen. In alten Zeiten wurde vermutet, dass Geister und Yōkai daran schuld seien. Durch die moderne Medizin wurde dies widerlegt.

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