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Kitsune tsuki

Kitsune tsuki

Kitsune tsuki ist ein Yōkai, also ein japanischer Geist, Dämon oder Monster. Sein Name bedeutet "Fuchsbesitz".

Kitsune tsuki steht für das Besetzen eines Menschen durch einen Kitsune, meistens von der Art Nogitsune. Ein von einem Kitsune besessener Mensch bekommt oft schärfere Zähne oder ein schlankes und spitzes Gesicht, wodurch er einem Fuchs ähnlicher sieht. Vor der modernen Medizin wurden psychische Krankheiten in Japan oft auf Kitsune tsuki zurückgeführt.

Wenn ein Kitsune einen Menschen besetzt, dann oft aus Rache für eine Tat, die der Mensch begangen hat, zum Beispiel das Töten eines Familienmitglieds des Kitsune. Der Mensch wird gewalttätig und hysterisch. Einige Besessene laufen nackt durch die Straßen, bellen wie Füchse und haben Schaum vor dem Mund. Kitsune können die Menschen manipulieren, als wären sie ihre Marionetten. Sie können durch den Mund ihres Opfers sprechen. Frauen sind anfälliger für Besessenheit durch Kitsune als Männer.

Wenn ein Kitsune eine Familie besetzt, wird sie reich und fruchtbar. Die Familie kann den Kitsune auch benutzen, um ihren Feinden zu schaden, zum Beispiel durch Flüche und Krankheiten. In der Familie werden diese Kitsune geehrt und gepflegt, da sie sonst auch die Familie verfluchen könnten. Außerdem werden sie vererbt. Allerdings meiden die meisten Mitmenschen diese Familien. Familienmitglieder haben oft Schwierigkeiten, Ehepartner zu finden, weil nur wenige Eltern ihren Kindern erlauben, einer solchen Familie beizutreten.

Kitsune tsuki lässt sich auch als Medium für Wahrsagerei benutzen. Dazu muss er dazu eingeladen werden, den Körper eines Menschen zu besetzen. Dann spricht er durch den Mund des Besessenen, sagt die Zukunft voraus oder gibt geheimes Wissen preis. Dies ist aber sehr gefährlich, da Kitsune sehr mächtig sind und der Besessene darauf angewiesen ist, dass der Kitsune seinen Körper freiwillig verlässt.

Einigen Besessenen sieht man nicht an, dass sie besessen sind. Man kann es aber zum Beispiel daran erkennen, dass die Menschen hungrig auf Azuki-Bohnen und gebratenes Tofu sind und Angst vor Hunden haben. Der Kitsune wohnt in einem Klumpen auf dem Körper des Menschen, der aber nicht entfernt werden kann und bei einem Versuch an eine andere Körperstelle wandert.

Durch Exorzismus wurde von Priestern versucht, Kitsune aus Menschen zu vertreiben. Eine harmlose Möglichkeit ist es, den Kopf des Opfers von Hunden ablecken zu lassen, da Kitsune Angst vor Hunden haben. Andere Besessene werden geschlagen oder verbrannt. In einigen Fällen wird der Kitsune auch mit giftigem Rauch aus verbrannten Kiefernblättern vertrieben. Oft stirbt der Besessene beim Exorzismus. Doch auch wenn er überlebt, muss er den Rest seines Lebens sozial isoliert verbringen.

In der späten Edo- und der frühen Meiji-Zeit gab es viel Cholera in Japan. Da Hunderttausende Menschen an der Krankheit starben, hatten alle Angst. Weil man die Erreger der Cholera nicht sehen kann, glaubte man, dass es Yōkai seien und verdächtigte zum Beispiel Kitsune tsuki, erst später kam man auf Korōri.

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