Grab

Tag einer Beerdigung. Eine Frau wird beigesetzt. Die Beerdigung verläuft ruhig, nachdem der Sarg in der Erde ist und das Grab bereitet wurde, passieren jedoch merkwürdige Dinge. Man hört Klopfgeräusche und Schreie aus dem Sarg.

Am nächsten Tag will man diesen Dingen nachgehen und hebt das Grab wieder aus. Der Sarg wird geöffnet und was man dann sieht, macht alle sprachlos. Die beerdigte Frau liegt auf dem Bauch, das Innenfutter ist total zerrissen. Vermutungen werden angestellt, nach denen die Frau bei ihrer Beerdigung lebendig begraben wurde. (Sie war anscheinend entweder in einem Schockzustand oder scheintot).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Edgar Allan Poe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Lebendig begraben zu werden, ist ohne Frage die grauenvollste aller Martern, die je dem Sterblichen beschieden wurde." - Dem US-amerikanischen Grusel- und Krimiautor Edgar Allan Poe (1809 - 1849) erschien das Phänomen bzw. die Vorstellung von einer prämortalen Erdbestattung als der ultimative Horrortrip; kein Wunder also, dass das Thema Eingang in zahlreiche seiner Erzählungen gefunden hat, am ausführlichsten und eindringlichsten in die essayistisch angelegte Kurzgeschichte The Premature Burial von 1844. (Der deutsche Titel variiert je nach Übersetzung.)

Poe kolportiert darin allerhand schaurige Beispiele von angeblich historisch belegten Scheinbegräbnissen, referiert zeitgenössische technische Maßnahmen zur Vermeidung selbiger und erleidet schließlich am eigenen Leib alle Schrecken seines persönlichen Alptraums.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Motiv des lebendig Begrabenseins spielt eine zentrale Rolle im hochgelobten und preisgekrönten niederländischen Thriller Spoorloos von 1988. Fünf Jahre später drehte Regisseur George Sluizer ein US-amerikanisches Remake mit Sandra Bullock, Jeff Bridges und Kiefer Sutherland.

In Kill Bill Vol. II (2004, Regie: Quentin Tarantino) wird Uma Thurman von Michael Madsen lebendig in einer Holzkiste auf einem Friedhof verscharrt. (Die Methode, mit der die "Braut" sich allein, ohne jegliche technische Hilfsmittel aus dem sechs Fuß tiefen Grab befreit, hätte selbst E. A. Poe sprachlos gemacht.)

Im Thriller Buried - Lebend begraben von Rodrigo Cortés aus dem Jahr 2010 ereilt Ryan Reynolds das titelgebende Schicksal.

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