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Lobau

Lobau

Hier eine österreichische Urbane Legende.

Als ich Ende der 1970er Jahre zwölf Jahre alt war, erzählte mir meine Tante diese Geschichte und behauptete, dass ihr das wirklich passiert sei. Sie fuhr in einer Nacht auf der Uferstraße in der Lobau in Wien nach Hause und war die einzige Autofahrerin auf der Straße.

Plötzlich sah meine Tante, dass rechts etwas am Straßenrand lag, bremste und blieb stehen. Sie ging ungefähr 15 Meter zurück, um zu schauen, was am Straßenrand lag, wobei sie den Motor ihres Autos laufen ließ. Das, was sie gesehen hatte, sah aus wie ein Kinderkörper und als sie ihn fast erreicht hatte, sah sie, dass es ein kleines Mädchen war. Weil es auf dem Bauch lag, griff sie nach der Kleinen, drehte sie auf den Rücken und merkte erst dann, dass es kein Mädchen, sondern eine Puppe war.

Meine Tante erschrak sich fürchterlich und rannte wieder zu ihrem Auto, weil sie eine böse Vorahnung hatte. Sie schlug die Tür zu, gab Gas und fuhr nach Hause. Total fertig kam sie zu Hause an und erzählte ihrem Mann, was sie erlebt hatte. Ihr Mann untersuchte das Auto und fand Blutflecken an der Tür. Dann öffnete er die Tür und fand drei abgetrennte, blutige Finger.

Weil die Geschichte meiner Tante passiert war, erzählte ich sie allen meinen Freunden. Jahre später trampte ich durch Europa und ein deutscher Polizist in Spanien erzählte mir fast die gleiche Geschichte. Auch in Brasilien, Kolumbien, Venezuela und in den Vereinigten Staaten, wo ich jetzt wohne, hörte ich immer wieder diese Sage leicht abgewandelt.

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